Video-Aktion zum Welttag der Suizidprävention 2019

Ein Gespräch kann Leben retten. Dieser Satz ist kurz und einfach. So kann auch Hilfe manchmal aussehen. Eine Frage, ein Wort, eine Minute Zeit schenken – all diese Dinge können Menschen in (suizidalen) Krisen helfen. Und jede*r von uns kann sie geben!

Unter genau diesem Motto, „Ein Gespräch kann Leben retten“, haben wir für den Welttag der Suizidprävention 2019 einen Videocontest geplant. Über die letzten Jahre hinweg haben wir so viele engagierte, kreative und einfach wertschätzende Menschen kennengelernt. Nun wollen wir euch die Möglichkeit geben, gemeinsam mit uns etwas zu bewirken. Dreht ein Video zu unserem Thema und zeigt damit, wie man Menschen in suizidalen Krisen helfen kann. Wie ihr das Motto interpretiert und umsetzt, bleibt dabei euch überlassen (einige Tipps haben wir unten für euch zusammengestellt!).

Die zehn besten Videos werden die ersten auf unserem neuen Youtube-Kanal sein und die Einsender*innen bekommen ein kleines [U25]-Überraschungspaket!

Also: schick uns bis zum 10.8.2019 dein Video zum Thema „Ein Gespräch kann Leben retten“!

 

Teilnahmebedingungen:
  • Dauer des Videos: max. 3 Minuten
  • du bist zwischen 15 und 25 Jahre alt
  • Einsendeschluss ist der 10. August 2019, 23:59 Uhr
  • du kannst allein oder als Gruppe teilnehmen
  • Peer-Berater*innen von [U25] dürfen leider nicht teilnehmen
  • dein Video und das Material im Video muss selbst erstellt und produziert sein
  • [U25] darf dein Video für diese und mögliche weitere Aktionen nutzen
  • dein Video wird ggf. auf Youtube, Facebook, Instagram, auf den [U25]-Webseiten und weiteren Plattformen im Internet veröffentlicht
  • Hinweis: Überlege dir gut, ob und wieviel persönliches du von dir einbringen möchtest!
Wie kann ich teilnehmen?
  • sende dein Video bis 10.8.2019 an Jakob von [U25] Deutschland (jakob.henschel@caritas.de)
  • du kannst dafür Dienste wie WeTransfer (wetransfer.com), Pcloud (transfer.pcloud.com), Dropbox (www.dropbox.com, Account erforderlich) oder iCloud (www.icloud.com; nur Apple-User) nutzen
  • schreibe uns dazu die Namen und das Alter des/der Video-Produzent*innen
 

Tipps & Hinweise

Um euch eine kleine Hilfe mit auf den Weg zu geben, haben wir uns ein paar Rahmenbedingungen überlegt, welche euch bei der Umsetzung eurer Videos helfen sollen. Suizidalität und Krisen sind sensible Themen, welche ein Feingefühl für gewisse Darstellungen benötigen. Hier ein paar Do’s und Dont’s für eure Beiträge.

 

-> Do’s für euer Video
  • Stelle die Situation von Betroffenen nicht bewertend dar.
  • Zeige auf, wer oder was helfen kann.
  • Kläre über Vorurteile und Missverständnisse auf.
  • Nutze Informationen aus seriösen Quellen.

(Das alles kann in deinem Video dargestellt werden, muss aber nicht.)

Wiki: Der Papageno-Effekt

Der Papageno-Effekt beschreibt die Verringerung von Suizidgedanken durch eine neutrale Berichterstattung. Die Thematisierung von Suizidprävention wirkt sich positiv auf Leser*innen/ Zuschauer*innen aus. Papageno ist eine Figur aus Mozarts „Zauberflöte“. Er glaubt, seine Verliebte Papagena verloren zu haben und plant seinen Suizid. Drei Knaben reden mit Papageno und helfen ihm dabei, seine suizidale Krise zu überwinden.

Die bisher größte Studie zu diesem Thema mit 545 Teilnehmer*innen belegt diesen Effekt.

(Quelle: Niederkrotenthaler & Till, Journal of Clinical Psychiatry)

 

-> Don‘ts für euer Video
  • Verzichte auf die Darstellung von Suizidversuchen und Andeutungen davon.
  • Verzichte auf die Darstellung und Fotos von Selbstverletzungen.
  • Vermeide beschönigende oder abwertende Darstellung der Situation von Betroffenen.
  • Verzichte auf Hinweise auf Suizidforen im Internet sowie Webseiten, die Suizid verherrlichen.
  • Beschönige nicht und übertreibe nicht.

Wiki: Der Werther-Effekt

Vom Werther-Effekt spricht man, wenn ein Suizid als Nachahmungstat nach realen oder fiktiven Selbsttötungen geschieht. Hintergrund ist Goethes Roman „Die Leiden des jungen Werther“, in dem die Hauptfigur Suizid begeht und dem nach seiner Veröffentlichung 1774 eine ganze Reihe von Suiziden folgten. Der Nachahmungseffekt gilt durch mehrere Untersuchungen mittlerweile als statistisch belegbares Phänomen.

(Quelle: Volker Faust „Selbstmord als Nachahmungstat“ in Psychiatrie heute; Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Empfehlungen für die Berichterstattung in den Medien)

 

Der Video-Wettbewerb „Ein Gespräch kann Leben retten“ wird durchgeführt mit freundlicher Unterstützung von The Kids We Lost.