Angst- und Panikstörungen
Angst ist ein natürliches Gefühl, welches dem Menschen jahrhundertelang das Überleben bei verschiedenen Gefahren, wie bspw. Angriff von Wildtieren ermöglicht hat. Nicht jede Angst basiert somit auf einer Angststörung. Bei einer Angst- und Panikstörung ist die entwickelte Angst intensiver als es in der Situation eigentlich angemessen wäre.
20-25% der Bevölkerung sind im Laufe ihres Lebens von einer Angst- und Panikstörung betroffen. Damit sind die Angst- und Panikstörungen die am häufigsten diagnostizierte Diagnosegruppe in Deutschland. Bei den Angststörungen wird unterschieden zwischen:
Generalisierte Angststörung:
Eine dauerhaft anhaltende Angst, die nicht auf bestimmte Umgebungsbedingungen beschränkt sind. Symptome können sein:
- Zittern
- Schwitzen
- Herzklopfen
- Schwindelgefühle
- Oberbauchschmerzen
Der permanente Angstzustand kann die Lebensqualität und Lebensführung der Betroffenen stark einschränken und die Absolvierung des Alltags nahezu unmöglich machen.
Panikstörung:
Bei der Panikstörung kommt es zu wiederkehrenden schweren Angstattacken, auch Panikattacken genannt, die in unspezifischen Situation stattfinden und für die Betroffenen unvorhersehbar sind.
Zu den Symptomen können zählen:
- Herzklopfen
- Brustschmerz
- Erstickungsgefühl
- Schwindel
- Entfremdungsgefühl (Depersonalisation oder Derealisation) (Verlinken)
- Angst zu sterben
Es ist unterschiedlich, was den Betroffenen in einer Panikattacke hilft. Es kann sinnvoll sein, dass Betroffene vorab kommunizieren, was sie als hilfreich erleben. In jedem Fall ist es hilfreich, wenn die Anwesenden Ruhe bewahren und diese ausstrahlen. Es kann helfen eine ruhige Atmung anzuleiten, kalte Gegenstande zu reichen oder Achtsamkeitsübungen gemeinsam durchzuführen.
Phobien:
Bezieht sich die Angststörung auf einen konkreten Auslöser, spricht man von einer Phobie. Dazu gehören zum Beispiel die Angst vor Insekten, Höhen oder Spritzen, aber auch zum Beispiel die Agoraphobie, die Angst vor Menschenansammlungen und öffentlichen Plätzen. Phobien können das alltägliche Leben der Betroffenen unterschiedlich stark beeinträchtigen.
Literatur:
https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/wissen/angststoerung/hintergrund
https://www.icd-code.de/icd/code/F41.-.html
Auch bei diesen Themen helfen wir
Suizidalität
Suizid ist die häufigste Todesursache bei jungen Menschen. Jährlich sterben etwa 500 junge Menschen an Suizid. Suizidversuche geschehen weitaus häufiger. Die meisten Suizide sind vermeidbar – Ein Gespräch kann hier Leben retten!
Essstörungen
Junge Menschen sind immer häufiger von Essstörungen betroffen. Essstörungen sind psychosomatische Erkrankungen. Sie belasten Betroffene also nicht nur psychisch, sondern haben auch körperliche Folgen. Betroffene erleben eine Verzerrung der Körperwahrnehmung. Essstörungen können tödlich verlaufen, daher ist hier professionelle Hilfe besonders wichtig.
Depression
Depressionen zählen zu den häufigsten Erkrankungen weltweit und beeinflussen das Leben von Millionen Menschen. Auch Angehörige von Menschen mit Depressionen fühlen sich oft hilflos und unsicher.
Aggression und SVV
Aggressionen und selbstverletzendes Verhalten sind keine psychischen Erkrankungen, sie können jedoch Symptom sein oder anzeigen, dass es jemanden aktuell nicht gut geht. Betroffene können ihren Selbstverletzungsdruck teils mit sogenannten „Skills“ bewältigen.
Angst- und Panikstörungen
Angst ist ein überlebenswichtiges Gefühl. Bei einer Angst- und Panikstörung ist dieses Gefühl jedoch nicht passend reguliert und Betroffene erleben starke Ängste, die den Situationen nicht angemessen sind. Folge können zum Beispiel Panikattacken oder der gesellschaftliche Rückzug sein.
Borderline
Borderline ist eine Persönlichkeitsstörung und kann als diese erst bei Erwachsenen diagnostiziert werden. Betroffene erleben bis zu neunmal stärkere Emotionen als Nicht-Betroffene und können dadurch stark belastet sein.
Dissoziation
In extremen Stresssituationen können Menschen dissoziieren. Dies kann zum Beispiel im Kontext traumatisierender Erfahrungen erlebt werden. Bei einer Dissoziation können Betroffene das Gefühl erleben, dass die Umwelt sich starke verändert (Derealisation) oder sie sich selbst anders wahrnehmen (Depersonalisation).
Mobbing
Ausgrenzungserfahrungen können stark belasten. Mobbing kann dabei nicht mehr nur in Schule oder im privaten Umfeld, sondern ebenfalls online (Cybermobbing) geschehen. Mobbing kann psychische und/oder körperliche Verletzungen bei Betroffenen erzeugen und zu einer hohen emotionalen Belastung führen.
Sucht
Suchterkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen und sind psychosomatisch, haben also Auswirkung auf Psyche und Körper. Betroffene können abhängig von Substanzen oder von Verhalten sein. Der Entzug einiger Substanzen muss zwingend professionell erfolgen, da dieser ohne medizinische Betreuung tödlich verlaufen kann.
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